Ein Radlader aus dem Spielzeugladen
Ob das gut geht? ein Plastespielzeug zum Modell mit Fernsteuerung umbauen, noch dazu mit minimalen Kosten.
Irgendwo im Netz, es war jemand aus Italien oder der Schweiz, ich weiß es nicht mehr, fand ich den Hinweis auf "Bruder"-Spielzeugfahrzeuge im Maßstab 1:16 und deren Eignung für den Truckmodellbau. Daraufhin habe ich mich auf deren Webseite und im Spielzeugsupermarkt umgesehen, was es da so alles gibt. Ein Unimog oder LKW oder Kran hätte mir zwar sehr gefallen, erschien mir jedoch wegen des Antriebes, der Lenkachsen und der (mit Sicherheit notwendigen) Federung für den Anfang zu aufwendig. Daher fiel meine Wahl auf den Radlader von Liebherr. Ein Traktor wäre auch möglich gewesen, da ist ja schon eine Lenkachse dran, aber ich habe keinen mit Hänger bekommen.
Während dieser Überlegungen zum Modell habe ich natürlich auch schon über die Umsetzung der verschiedenen Funktionen nachgedacht. Eine Truckachse vom Conrad war mir zu teuer, so kam ich auf die Idee, zwei Getriebemotoren in eine Pendelachse einzubauen, von den Maßen her paßt es gerade so. Außerdem habe ich mit Gewindespindeln als kräftige Linearantriebe Versuche angestellt, diese haben mich aber nicht befriedigt, weil die gesamte Anordnung von Getriebe und Gewindestange zu sperrig erschien. Da kam ich auf die Idee, Seilzüge zu verwenden. Bei Lenkung und Kippzylinder funktioniert es (erstmal). Für den Hub der Schaufel habe ich einen gerade vorhandenen Getriebemotor verwendet, Seilzüge an einem modifizierten Servo erschienen mir dafür zu schwach.
Mit diesen theoretischen "Grundlagen" ging ich schließlich an den Umbau. Bald zeigte es sich, daß alle Stellbewegungen entweder proportional gesteuert oder über Endlagenschalter begrenzt werden müssen, sonst reißen die Fäden oder es gibt "Karies" im Getriebe. Ich habe die Proportionale Steuerung gewählt. Um bei der Lenkung ausreichend Kraft zu haben wurde das Servopotentiometer kurzerhand in die Achse vom Knickgelenk verlagert. Das Servo macht nun für die Lenkbewegung ca. eineinhalb Umdrehungen. Beim Kippservo habe ich das Poti ebenfalls nach draußen verlegt, mit "Zwischengetriebe" Dafür müssen natürlich die Servos auf "Endlosbetrieb" umgebaut werden, das bedeutet, den Anschlag am Abtrieb zu entfernen, und das Poti auszubauen, oder wenigstens mechanisch vom Abtrieb zu entkoppeln. Dieser Umbau gelingt aber nicht bei allen Servos, es gibt auch welche, die das Abtriebszahnrad nicht am gesamten Umfang verzahnt haben, leider. Der Motor für die Hubbewegung wird von einem Mini-Fahrtregler von Conrad angesteuert(der basiert ja auf einem Servo-Chip) , wegen der 12 Volt Betriebsspannung. Das "Nullpoti" wird von der Achse über eine Zahnraduntersetzung angetrieben, somit ist auch die Hubbewegung proportional steuerbar. Ein Widerstand und ein Kondensator müssen geändert werden, und die Regelcharakteristik ist wieder wie bei enem Servo (geringerer Totbereich, nicht mehr so träge).
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| Antrieb und Lenkung sind eingebaut, erste Fahrversuche können beginnen. | die Hinterachse (noch mit Dummy für den zweiten Motor weil Conrad nur einen im Laden hatte) | So sitzt der Getriebemotor im Rohr (das gibt viel Bodenfreiheit). |
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| Das Hinterrad mit "Nabe", vielleicht kommen mal richtige Räder dran. | das Servopotentiometer fürs Lenkservo direkt im Drehpunkt | Der Kurbeltrieb zum Heben in seiner ersten Ausführung |
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| Das erste Mal mit richtigem Sand. Es funktioniert wie erwartet, nun müssen noch die Feinheiten justiert werden. | ||
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| Die hintere Pendelachse gleicht Bodenunebenheiten recht gut aus | ||
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| Größenvergleich ??? | mit "voller" Beleuchtung | |
| Bis jetzt war das eigentlich die "Testphase". Ich
habe erst mal sämtliche Funktionen realisiert und dabei auch festgestellt, daß noch
nicht Alles wie gewünscht funktioniert. Der Seilzug zum Kippen (Nylonseil) ließ sich
nicht richtig spannen, und auch nicht richtig befestigen, irgendwann ist der Faden
gerissen, die Seiltrommel auf dem umgebauten Servo war auch zu klein. Der Hebelarm der
Hubmechanik war etwas zu kurz, die Schaufel hat ihre höchste Position nicht ganz
erreicht. Außerdem ist das zur Seilwinde umgebaute Servo ungünstig montiert. Deshalb habe ich den "Hilfsrahmen" für die Schaufelantriebe noch mal neu gebaut, und dabei versucht, die Komponenten günstiger anzuordnen. Vorausgegangen ist dazu ein "Spiel mit Pappschablonen, angefertigt aus dem vergrößerten Originalplan (von der Webseite des Herstellers). Der "Hilfsrahmen" wurde wieder aus Leiterplattenmaterial zusammengebaut, das ist fest und leicht zu bearbeiten. Er passt genau in das Vorderteil des Laders, und nimmt die Antriebe für Heben und Kippen der Schaufel auf. (leider habe ich da die Fotos vergessen, das hole ich bei der nächsten großen Wartung nach. (oops, verdammt, die Bilder sind aber mies geworden, sch*** Billigst-Kamera) |
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| Kann man mit einem solchen Modell eigentlich auch im Schnee spielen ??? | |