Der CAT - Bagger von Bruder
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Der Bagger kam 2004 neu auf den Markt und bietet sich
wegen seiner detaillierten Ausführung natürlich für einen Umbau zum RC-Modell an. Da ich aus Kostengründen auch wieder ohne Hydraulik
auskommen wollte, blieb es erst mal nur bei der Idee. Als ich dann allerdings beim
Funktionsmodellbautreffen des 1. TMC Nürnberg einen gut funktionierenden Radbagger sah,
der statt Hydraulik Seilzüge verwendet, stand mein Entschluß
fest und ich fuhr mit einem BRUDER mehr nach Hause. Eigentlicher Baubeginn war
dann aber doch erst im Januar 2005. O.K. bis dahin gab es einige
Machbarkeitsstudien.
Grundgedanke der Seilzughydraulik ist, die
Kraft erfordernden Bewegungen (Löffel füllen und heben) mittels Seilwinde auszuführen,
und die Gegenbewegung (die ja wesentlich weniger Kraft erfordert) jeweils einer Feder zu
überlassen. So ähnlich hat es Konrad Osterrieder auch schon
bei seiner Laderaupe gemacht.
Beim Bagger stecken die Federn in den Zylindern, die
Seilzüge sind weitestgehend versteckt und als Flaschenzug ausgeführt. Letzteres
verringert die nötige Zugkraft am Seil, was sich auf die gesamte Seilführung und
Windenkonstruktion vereinfachend auswirkt. Der Löffel wird von einem einfachen, der
Löffelstiel von einem doppelten Flaschenzug bewegt. Die Federn wurden so bemessen, dass
ein mit Sand gefüllter Löffel gerade bis in die höchste Position gehoben wird.
Natürlich muß diese Kraft zusätzlich zur Ausbrechkraft von
der Winde aufgebracht werden. Das erscheint aber vertretbar, wenn man den wesentlich
höheren Aufwand für eine doppelt wirkende Seilzug-Hydraulik dagegenstellt.
Seilführung für
den Löffel und Flaschenzug am Löffelstiel:

Der Ausleger wird über ein Gestänge bewegt. Die Achse ist dazu im Ausleger in einem Rohr mit zwei Stiften arretiert. Das Rohr ist mit einer Metallplatte verlötet, welche die Kräfte in den unteren Teil des Kunststoffauslegers einleitet. Der Lagerbock ist weitgehend original geblieben. Für die Lagerung der Achse wurden zwei Bundbuchsen eingeklebt und für die kraftschlüssige Befestigung der Winden sind zwei Aluwinkel eingesteckt und verschraubt. Letztere werden außerdem mit dem Boden des Oberwagens verschraubt, diese Verbindung gestattet jederzeit eine Demontage der kompletten Arm- Einheit.

Der Drehkranz ist aus PVC gefertigt. Zwei Scheiben sind an Ober und Unterwagen befestigt. Dazwischen liegt eine dünnere Scheibe, die als Kugelführung dient. Zusammengehalten wird das Ganze von einer M12 Schraube, die für die Kabel der Fahrmotoren durchbohrt wurde. An der unteren PVC Scheibe ist mit doppelseitigem Klebeband und kleinen Schrauben ein Zahnstreifen Modul 1 befestigt. Der Drehmotor wurde so im Oberwagen befestigt, dass das Zahnrad (15 Zähne) in den Zahnkranz greift.
